201720152014

Retrospektiv — 2017

Resurrection

00:01:30
Antonia Wetzel

Mit der Aufforderung „Wake Up - resurrect!“ (wach auf, auferstehe!) verwandelt die Stop-Motion-Animation anderthalb Minuten lang Gesichter und Gestalten nahtlos vom einen ins andere und macht damit die Verwandschaft zwischen Unterschieden sichtbar.

Frohe Zukunft

00:17:00
Andrea Rüthel, Katharina Wittmann

Behutsame Annäherung an eine behutsame Nähe - dokumentarisches Portrait einer besonderen Freundschaft zweier Herren im Hallenser Stadtteil „Frohe Zukunft“. Der jüngere kam als Händler aus Westdeutschland nach dem Mauerfall nach Halle. Der ältere ist begnadeter Sammler und lebt auf dem Grundstück neben einer ausgedienten Flugzeugmanufaktur, das seit Generationen das Zuhause seiner Familie war.

Fais le mort

00:09:00
William Laboury

Drei Teenager in der Weite des ländlichen Frankreichs unter strahlendem blauen Himmel: Ein Waffennarr, der auf Youtube mit selbstgebauten Pistolen prahlt, sein Kumpel und Tom - ihr Ziel.

Without clear purpose

00:02:50
Roberto Voorbij

Roberto Voobij’s Film basiert auf einem einzigen Filmschnipsel. Nur das Prinzip „Steigerung durch Wiederholung“ könnte ihn annähernd so treffend benennen wir der Titel „without clear purpose“.

Transit

00:07:24
Philipp Zrenner

In einer Zelle im Transitbereich eines Flughafens begegnen sich zwei Menschen. S. ist geflohen, P. reist zum Vergnügen. Auf zehn Quadratmetern warten einen Tag und eine Nacht gemeinsam auf die Entscheidung über den Fortgang ihres Weges.

Schatten

00:11:58
Samuli Salomen, Judith Meister

Ein Verlies mit nackten Backsteinmauern und kalter Pritsche, ein Gefangener, keine Begründung. Einmal am Tag fällt Sonnenlicht in das Gefängnis. Eine langsame, zärtliche Parabel über die Notwendigkeit von Austausch und die feine Linie zwischen Wirklichkeit und Vorstellung.

Reading Ibsen in the picture gallery VIII loud and clear

00:00:39
Ronny S.

Vielleicht: Ein dadaistisches Gedicht. Ganz sicher: Pom.

Saudade

00:07:01
Rike Hoppe

Emotional, undogmatisch und ästhetisch collagiert tappt der Film um die Begriffe Heimweh, Zuhause und Utopie und findet Verständnis in einem unübersetzbaren Wort. Schwer einzuordnen, provokant, ironisch, ein Kurzfillm wie ein offenes Fragezeichen.

Balloon

00:13:00
Sayaka Mizuno, Robin Mogretti

In einem Büro hoch über der Stadt Mumbai, werden neue Gebäude für das Stadtzentrum geplant. Riesige Luftballons sollen ein Symbol der neuen, aufstrebenden Gesellschaft werden. Ein Wachmann, der von seinen Vorgesetzten gedemütigt wird, nimmt sich einen dieser Ballons mit. Eine sensible Auseinandersetzung mit dem Kastensystem in Indien.

Passport

00:08:23
Edin Bajrić

Edin Bajrić erzählt die Fluchtgeschichte seiner Familie von Jugoslawien nach Deutschland anhand der Eintragungen in ihren Ausweisen. Auf sachlichste Weise dokumentieren die Pässe dreizehnjähriges Bangen auf dem bürokratischen Weg zum Bleiberecht, der so wenig mit dem eigentlichen Leben zu tun zu haben scheint, wie Identität auf ein Stück Papier passt.

Tracing Coyotes

00:03:30
Theresa Grysczok, Eeva Ojanperä

Eine junge Frau begegnet einem Hund. Knisternd und haptisch erzählt die Stopptrickanimation von der Suche nach Gefährten und Zusammengehörigkeit und stellt Bilder zwischen Weltall und Kindheit einem Gedicht von Leya Bilgic gegenüber. „Tracing Coyotes“ erinnert kaum zufällig an das „Companion Species Manifesto“ der Science-Fiction-Philosophin Donna Haraway, mit dem sie das jahrtausendealte Miteinander „in signifikanter Andersartigkeit“ zwischen Menschen und Hunden zum Manifest erhebt.

Das Ei

00:09:00
Katharina Lüdin

Ein Film über einen Film über ein Ei. Oder: Ein Film über Kurzfilme, Zufälle und Unglücke, und ein Haufen kleiner Erzählungen, in dem sich auch eine Geschichte über das Entstehen von Geschichten findet.

Spiegelschüsse

00:00:37
Stefan Möckel

Dreißig Sekunden bewegtes Bild zwischen völliger Abstraktion und absoluter Konkretheit im Sinne des Titels in der ureigenen Handschrift des Super-8-Filmemachers, aus dessen unerschöpflicher Filmographie auf der Kurzfilmwanderung bereits in den letzten Jahren einiges zu sehen war.

Richtung

00:02:35
Yeonho Jang

Gehen, wenden, kreuzen, baumeln - allein, im Gleichschritt, aufeinander zu, aneinander vorbei, sich in die Quere. „Richtung“ ist eine rhythmische Bewegungsstudie, metaphorisch drehbar, die am Ende der Kurzfilmwanderung die Frage stellen darf: wohin?

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Programmheft

Hier könnt ihr das diesjährige Programmheft downloaden.